Who the f... am I?

Wer Schroddi ist und was er so treibt...



 

Gestattet mir, mich kurz vorzustellen

 

Ich bin Schroddi van Schroddensen — ein Name, den ich mir in über 40 Jahren konsequenter Selbstdemontage redlich verdient habe. Andere Menschen sammeln Briefmarken oder Urlaubsmagnete. Ich sammle Knochenbrüche und Krankenhausarmbändchen. 
Jeder hat sein Hobby. 

2010: Der erste Aufbruch 

Als ich 2010 mal wieder einigermaßen zusammengeflickt und einteilig war, beschloss ich: Working Holidays in Australien. Ein Jahr. Fester Plan...
Aus einem Jahr wurden zwei. Überraschung!!!
 
Von Australien ging es weiter nach Indonesien und Thailand, wo ich die Ausbildung zum PADI Divemaster machte. Der nächste Schritt stand eigentlich außer Frage — und so wurde ich kurze Zeit später PADI Open Water Scuba Instructor. Auf Koh Tao in Thailand. Traumjob. Tolle Menschen. Täglich Haie im Wasser. 

In meinen Kursen klärte ich meine Schüler stets mit großer Überzeugung darüber auf, dass man statistisch gesehen deutlich eher von einer herabfallenden Kokosnuss getötet wird als von einem Hai gebissen. 


Hätt ich mal die Klappe gehalten...

 

Am 18. Januar 2013 fuhr ich morgens gemütlich auf dem Moped die Hauptstraße hoch, um meine Wäsche abzuholen. Eine herabfallende Kokosnuss — zweifellos köstlich, nachweislich rachsüchtig — traf mich frontal ins Gesicht.

Gebrochene Nase, mehrfach gebrochener Kiefer. Bewusstlos krachte ich in einen Zaun.
Die Kokosnuss: unverletzt und vermutlich sehr stolz und zufrieden mit sich.

Dank fantastischer Ersthelfer und begnadeter Chirurgen auf Koh Samui war ich nach wenigen Wochen wieder aus dem Krankenhaus — und durfte Kokosmilch durch einen Strohhalm trinken, da die frische Zahnspange alle anderen Trinkmethoden ausschloss. Rache ist süß. Und in diesem Fall auch lecker.

Die Kokosnuss beendete damit meine Karriere als Tauchlehrer. Vorerst.

Zurück nach Australien
Wieder halbwegs menschenähnlich, flog ich zurück nach Australien. Neben Lager- und Farmarbeit absolvierte ich das Diploma of Management sowie das weitere Kurse.
Nach weiteren zwei Jahren in Sydney und dem wunderschön abgelegenen Kununurra zog es mich dann — aus bis heute ungeklärten Gründen — zurück nach Deutschland.
 

Deutschland. Wo man rasen darf...


Was weiß eigentlich jeder über Deutschland? Richtig. Autobahn. Kein Tempolimit. Das Paradies für Menschen mit einem gesunden Verhältnis zur eigenen Sterblichkeit — und einem noch gesünderen zu Motorrädern.

Es dauerte nicht lange, bis eine Yamaha FZ6 in meiner Garage stand.
Auf einem Ausflug durch den hessischen Wald entschied ich mich in einer Linkskurve spontan für rechts — direkt in den Wald, direkt gegen einen Telefonmasten. Ergebnis: Schädel gebrochen. Elf Rippen gebrochen. Wirbelsäule beim anschließenden Aufprall auf den Waldboden gebrochen. Der Waldboden war härter als erwartet. Der Telefonmast ebenfalls. Ich hingegen erwies mich als überraschend nachgiebig.

Nach 6–9 Monaten Reha folgte das übliche Programm:
Job weg, WG weg, Geduld aller Beteiligten weg.

Ich zog aus. Fasste neue Pläne. Kaufte mir eine neue Yamaha FZ6
Bei einer der ersten Ausfahrten bereicherte ich mein persönliches Bruchregister um einen mehrfachen Oberschenkelbruch — Bekanntschaft mit dem eigenen Motorradlenker — sowie ein gebrochenes Schlüsselbein durch herzliche Begegnung mit einem Autoheck, das sich - wie der Telefonmast - als erheblich stabiler erwies als der Motorradfahrer, der da durchfahren wollte. Obendrauf riss seitlich die Leiste.

Diese meldete sich irgendwann zurück. Lautstark. 
Also: Erst das gesammelte Metall aus dem Körper holen. Dann die Leiste flicken. Bei besagter Operation lief allerdings einiges schief — ich verlor locker über zwei Liter Blut und hätte dabei fast das Zeitliche gesegnet. Der anschließende Blackout ließ mich stürzen. Natürlich brach ich mir dabei noch die Mittelhand. 
Weil: warum nicht. 
 

Und jetzt? 

Nach alldem beschloss Schroddi, das Leben wieder aufzunehmen, das ihm eine freche Kokosnuss am 18. Januar 2013 so unsanft unterbrochen hatte. 
Auf diesem Weg möchte ich euch mitnehmen — und euch vielleicht inspirieren, Ähnliches zu tun. Oder zumindest sabbernd zuzuschauen. 
Beides ist vollkommen in Ordnung. 


ICH BIN 

Schroddi van Schroddensen


  

  • Jung genug für Unsinn, alt genug um beim Aufstehen Geräusche zu machen
  • Gelernter Fracht-Flüsterer (2003) — die Pakete hören selten zu
  • Bevorzugtes Ziel für alles von oben: Blitz (2007), Kokosnuss (2013)
  • 6 Monate Gleichgewichtsguru auf Stand-up Paddleboards (2010) 
  • Dreckweg-Designer & Schaum-Chaosbändiger in australischen Unterkünften aller Güte (2011)
  • PADI Open Water Scuba Instructor seit 2013 
  • Diplomierter Bürokratie-Bändiger (Australien, 2016)
  • Amtlich vereidigter Bratwursttester & Baumarkt-Botschafter auf Lebenszeit
  • Holz-Held & Schrauben-Schurke — hält meistens
  • Gescheiterter Hundebürsten-Mogul — wir sprechen nicht darüber
  • Bekloppter Kreativgeist — schau dich einfach um
  •  Vollzeit-Humorist & Teilzeit-Erwachsener
  • Beziehungsabstinenzler — freiwillig. Meistens.
  • Unfreiwilliger Stop-and-Fall-Experte — Stolpern will gelernt sein
  • Schnitt-Gott & Pixel-Magier

Mal hier, mal da...


  • 09/1984 Kleinwalsertal, Österreich
  • 04/1986 Tenneriffa, Spanien
  • 05/1988 Bayrischer Wald, Deutschland
  • 06/1989 Athen, Griechenland
  • 09/1989 Schweiz
  • 07/1990 Norddeich, Deutschland
  • 07/1991 Schweiz
  • 10/1991 Schweiz 
  • 04/1992 Österreich
  • 07/1992 Gran Canaria, Spanien
  • 07/1992 Österreich
  • 08/1993 Algarve, Portugal
  • 05/1994 Brüssel, Belgien
  • 10/1994 Schweiz
  • 05/1995 Wien, Österreich
  • 07/1995 Washington, USA
  • 07/1995 Cinncinati, USA
  • 08/1995 Miami, Key-West, Tampa, Hurrican Katrina, Florida USA
  • 04/1996 Paris, Frankreich
  • 06/1996 Schweiz
  • 07/1996 Menorca, Spanien
  • 08/1997 Lanzarote, Spanien
  • 07/1998 Korsika, Frankreich
  • 05/1999 Schweiz
  • 07/1999 Saint Maries de la Mer, Frankreich
  • 07/1999 Untertrubach, Bayern
  • 07/2000 Eriyadoo, Malediven
  • 08/2002 Niederlande
  • 04/2010 Melbourne, Oz
  • 05/2010 Sydney, Oz
  • 05/2010 Brisbane, Oz
  • 06/2010 Mooloolaba, Sunshine Coast, , Oz
  • 11/2010 Adelaide, Oz
  • 11/2010 Alice Springs, Oz
  • 12/2010 Donnybrook, Oz
  • 06/2011 Coral Bay, Oz
  • 08/2011 Broome, Oz
  • 08/2011 Derby, Oz
  • 08/2011 Kununurra, Oz
  • 09/2011 Darwin, Oz
  • 10/2011 Alice Springs, Oz
  • 10/2011 Tully, Oz
  • 11/2011 Cairns, Oz
  • 11/2011 Whitsunday Islands, Oz
  • 11/2011 Mooloolaba, Oz
  • 01/2012 Brisbane, Oz
  • 01/2012 Donnybrook, Oz
  • 05/2012 Bali, Indonesien
  • 05/2012 Gili Trawangan, Indonesien
  • 05/2012 Kununurra, Oz
  • 09/2012 Koh Tao, Thailand
  • 05/2013 Kununurra, Oz
  • 11/2013 Sydney, Oz
  • 07/2014 Sulzbach, Deutschland
  • 07/2014 Schlösser, Österreich
  • 10/2014 Berlin, Deutschland
  • 12/2014 Sydney, Oz
  • 01/2015 Kununurra, Oz
  • 12/2015 Albany, Oz
  • 01/2016 Koh Lanta, Thailand
  • 01/2016 Pulau Weh, Indonesien
  • 03/2016 Nusa Lembongan, Indonesien
  • 03/2016 Gili Meno, Indonesien
  • 03/2016 Bali, Indonesien
  • 02/2017 Bali, Indonesien
  • 07/2017 Bali, Indonesien
  • 03/2018 Sydney, Melbourne, Oz
  • 07/2018 Port of Sudan, Sudan
  • 03/2018 Sydney, Oz
  • 12/2019 Sydney, Oz
  • 03/2024 Wilhelmstad, Curacao
  • 04/2025 Amed, Bali/Indonesien
  • 06/2025 Lombok & Gili Meno, Indonesien  
  • 07/2025 Pemuteran & Padangbai, Bali/Indonesien 
  • 08/2025 Nusa Penida
  • 08/2025 Jimbaran, Bali/Indonesien
  • 09/2025 Karimunjawa/Indonesien
  • 10/2025 Yogyakarta, Java/Indonesien
  • 11/2025 Amed, Bali/Indonesien
  • 12/2025 Labuan Bajo, Flores/Indonesien
  • 01/2026 Candi Dasa, Bali/Indonesien
  • 01/2026 Sairee Beach, Koh Tao/Thailand
  • 04/2026 Manado/Sulawesi, Indonesien
  • 05/2026 Bunaken, Indonesien
  • 06/2026 Kuala Lumpur, Malaysia
  • 06/2026 Kuantan, Malaysia
  • more to come...

X-Rays, Loving it

Eine grobe Auswahl aus weit über 100 Röntgenaufnahmen — ja, ich habe gezählt, nein, ich bereue nichts. 

Seit 2013 habe ich knapp 40 CDs vollgepackt, was bedeutet, dass mein Skelett mehr Auftritte hatte als die meisten Schauspieler.

Manche Leute fragen mich, warum ich im Dunkeln leuchte. Ich frage mich das auch. Die Radiologen kennen mich beim Vornamen, die Röntgengeräte seufzen wenn ich reinkomme. 

Bis zur wissenschaftlichen Klärung schlafe ich mit guter Sonnenbrille. Problem gelöst.



Verschiedene OP`s habe ich mir im Schönheitswahn auch schon gegönnt 

  •  1986               Augenbrauen-Spaltung mittels Fahrrad und Gartentreppe
  • 1987                Stirnspaltung am Gartenzaun mittels einem Bob-Schlitten (in Bauchlage)
  • 1992-05-17     Schlüsselbeinbruch, der 1. bei Sturz von Baum  
  • 2003-06-23   Schlüsselbeinbruch, der 2.
  • 2005-01-26   Mittelhandbruch
  • 2008-06-28  "Klitzekleiner" Fahrradunfall mit massivem Hautverlust
  • 2009-08-16  Blitzschlag in die Hand
  • 2013-01-18    Kokosnusseinschlag ins Gesicht, mehrfacher Kiefer- und Nasenbruch, ebenfalls                                               Mittelhandbruch
  • 2017-06-16   3. Schlüsselbeinbruch, als ich beim Lauf auf dem Hockenheimr-Rinng besoffen auf die                                   Schlulter gefallen bin, wie könnte man auch nüchtern auf die Schulter fallen...
  • 2018-07-08  Ein Telefonmast am Straßenrand sorgte für u.A. 11 Rippenbrüchen, Schädelbruch, 4.                                     Schlüsselbeinbruch & Rückenwirbelfraktur, die verschraubt wurde
  • 2020-03-19  Schraubenentfernung aus  Schlüsselbein
  • 2020-03-27  Wieder Motorradunfall, Schüsselbeinbruch Nr. 5 (Schrauben wieder rein),  Oberschenkel 2x                           gebrochen (geschient)
  • 2021-10-15    Leistenbruch wieder gefixt
  • 2022-04-02  OP an der Hand aus verschiedenen Gründen, die alle nicht funktioniert haben
  • 2022-05-22  Rippenbruch beim Versuch die Kellertür zu öffnen. (Blieb geschlossen)
  • 2024-11-19    Entfernung der Beinschrauben und Schlüsselbeinschrauben
  • 2025-01-10   Operation am Leistenbruch, fast  unbemerkt an deutlich über 2 Litern Blutverlust verstorben
  • 2025-01-15    Mittelhandbruch durch Sturz aufgrund Blackouts durch Blutverlust


Jetzt schraubenlos, Fortsetzung folgt (fürchte ich)...

Wie?



Wie ihr seht, sind Kleiderberge Vorhanden.
So u.A.

  • 89 T-Shirts
  • 30 Hosen
  • 32 Pullover
  • 24 Hemden
  • 17 paar Schuhe
  • 10 Jacken
  • 8 Stoff-Gesichtsmasken
  • ne Schublade voll Socken
  • 3 Motorradhelme 
  • 1 Unterhose


Wie viel davon passt in einen Reise-Ruchsack?





Ich habe mich hart reduziert aber habe das Verbleibende bei einer Spedition auf 2qm einlagert, um mir das vielleicht nachzusenden, wenn ich irgendwie irgendwo länger bleibe. 




Warum?

Warum ich ging ist eine leicht beantwortete Frage.

Warum nicht?

Ich bin über 40. Allein dafür erwarte ich stehende Ovationen — angesichts der potentiell tödlichen Situationen der letzten Jahre ist das keine Selbstverständlichkeit, sondern eine mittlere Leistung.

Ich hatte seltsame Hobbies. Es begann harmlos: Ich versuchte mit meinem Kopf eine Gartentreppe und einen Zaunpfosten zu spalten. Leider spaltete sich dabei das Falsche. Ich akzeptierte widerwillig, dass Gegenstände härter sein könnten als mein Dickkopf — und steigerte mich konsequent zu anderen Knochen. Mittelhand, Schlüsselbeine, diverse Rippen — alle verloren ihre jeweiligen Kämpfe kläglich.

Also zu härteren Mitteln: Ich machte meinen Motorradunfall-Führerschein. Damit versuchte ich per Kopfnuss eine Kokosnuss zu spalten, per Bodycheck einen Telefonmasten umzulegen — was mir tatsächlich gelang — und zuletzt einfach durch ein bremsendes Auto durchzufahren. Das Auto war anderer Meinung.

Zuletzt habe ich mich etwas zurückgehalten und reiste mit lediglich einer gebrochenen Hand aus. Für meine Verhältnisse: vorbildlich.

Liebe Leut — wenn nicht jetzt, wann dann? Seit meinem Schädel-Hirn-Trauma haben sich viele Freunde verabschiedet — kann ich ihnen ehrlich gesagt nicht verdenken. Kinder habe ich keine — von denen ich weiß. Und mein gesamtes deutsches Leben passt auf 2 Quadratmeter Lagerfläche.

Also: 


WEG!



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